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Diffusion - alles, was Sie über Diffusion wissen müssen

LexikonDiffusion

Diffusion

Wenn sich Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf eigenständig durch das Bau- und Dämmmaterial bewegt, wird von Diffusion gesprochen. Der unterschiedliche Wasserdampfdruck und das daraus resultierende Druckgefälle sorgen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit von der Seite mit höherem Druck zur Seite mit niedrigerem Druck wandert. Dieser Prozess dauert an, bis ein Druckausgleich erreicht wurde. Ein Gleichgewicht würde erst dann herrschen, wenn die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb des Wohnraums der relativen Luftfeuchtigkeit außerhalb des Wohnraums entsprechen würde.  

Diffusion im Winter und im Sommer

Im Sommer und im Winter hat die Diffusion folgende Auswirkungen:  

Jahreszeit Richtung des Wasserdampfes
Winter In Innenräumen herrschen meist höhere Temperaturen und damit höhere Luftfeuchtigkeit vor als draußen. Als Folge wandert der Wasserdampf von innen nach außen.
Sommer Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur ist kleiner. Aufgrund der hohen Temperatur draußen und der meist geringeren Temperatur im Innenraum findet der Transport von Feuchtigkeit von außen nach innen statt. Wenn die Außenfassade durch die Einwirkung von Sonnenstrahlen sehr trocken ist, bewegt sich Wasserdampf trotzdem von innen nach außen.   

Wenn sich die Luftfeuchtigkeit innen und außen unterscheidet, findet auch bei gleichbleibender Temperatur ein Transport von Wasserdampf statt.

Die Diffusionswiderstandszahl gibt die Durchlässigkeit von Baumaterialien an

Nicht alle Materialien sind in gleicher Weise durchlässig. Manche sind widerstandsfähiger, andere wiederum durchlässiger. Die Durchlässigkeit ergibt sich aus der Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl (µ), die mit der Dicke des Baumaterials multipliziert wird. Das Ergebnis ist die Wasserdampfdiffusions-äquivalente Luftschichtdicke, auch sd-Wert genannt.

Liegt der sd-Wert über 1.500 Meter, ist das Material diffusionsdicht und lässt nur geringfügig Feuchtigkeit durch. Liegt der sd-Wert zwischen 0,5 und 1.500 Metern, ist ein mittlerer Feuchtigkeitsdurchlass vorhanden, was bei den meisten Bausubstanzen der Fall ist.

Nutzen der Diffusion

Ein gewisses Maß an Diffusionsoffenheit ist bei Baumaterialien wünschenswert: Herrscht im Wohnraum eine hohe relative Luftfeuchtigkeit, werden die Wassermoleküle an der Oberfläche gespeichert. Bei zu hoher Trockenheit wird Feuchtigkeit in den Raum entlassen. Bei der Wanderung der Luftfeuchtigkeit von der einen Seite zu der anderen handelt es sich um einen langwierigen Prozess, bei dem nur ein geringer prozentualer Anteil durchgelassen wird. Zu hoher Luftfeuchtigkeit durch Diffusion oder andere Faktoren muss entweder durch Stoßlüftung oder mithilfe eines Bautrockners bzw. Luftentfeuchters entgegengewirkt werden.

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